Pflege

Jede Pflanzung braucht ein Mindestmass an Pflege.

Alle Staudenkompositionen sind grundsätzlich so konzipiert, dass der Pflegeaufwand gering bleibt. Sie sind als selbstregulierendes System angelegt, in dem der Erhalt der gesamten Pflanzung wichtiger ist als das Überleben einzelner Arten.

Bei richtiger Standortwahl, guter Bodenvorbereitung, korrekter Pflanzung und Mulchung genügt ein 4-6 maliger Pflegedurchgang pro Jahr. Empfohlen wird eine kontinuierliche Pflege mit kurzen Pflegezeiten.

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Folgende Punkte sind zu beachten:

1. Jäten

2. Bewässern

3. Rückschnitt

4. Düngung

5. Allgemeines


1. Jäten


Bei jeder Mischung werden gleich starke Partner ausgesucht, damit sich keine Art auf Kosten einer anderen durchsetzen kann. Bei der Zusammensetzung wird immer auf eine gute Bodenbedeckung geachtet um aufkommendes Unkraut zu verhindern.

Da die Bepflanzung in den ersten Wochen noch nicht richtig dicht ist, sollte daher in der Anfangsphase das aufkommende Unkraut gejätet werden. Grundsätzlich sind im ersten Vegetationsjahr Kontrollgänge ca. alle 6 Wochen hilfreich, um eine Unkrautverbreitung zu unterbinden.

Hacken sollte möglichst unterbleiben, da zum einen die Mulchschicht geschädigt wird und das Auflaufen neuer Unkräuter gefördert wird. Zum anderen wird das Wurzelwachstum behindert und die eingebrachten Zwiebeln beschädigt. Eventuell vorhandene Wurzelunkräuter sollten mit der Grabgabel oder noch besser mit dem Unkrautstecher entfernt werden.

2. Bewässern

bewässern


Nur während der ersten ein bis zwei Vegetationsperioden muss zusätzlich bewässert werden. Danach sind die Staudenmischungen Selbstläufer, sofern sie am richtigen Standort eingesetzt wurden.

Jedoch bei langanhaltender Trockenheit sollte eine durchdringende Bewässerung wiederholt erfolgen.

In späteren Vegetationsperioden fördert eine zusätzliche Bewässerung unerwünschte Arten. Nur für Schattenmischungen unter Grossgehölzen sollte auch später noch eine Notbewässerung gewährleistet sein.

3. Rückschnitt


In der Regel reicht ein kompletter Rückschnitt pro Jahr aus. Dieser erfolgt beim Ausklang des Winters, vor dem Austrieb der Zwiebelpflanzen, und kann maschinell ausgeführt werden (Schnitthöhe ca. 3-10 cm). Die wintergrüne Stauden müssen nicht geschnitten werden. Auf Flächen mit mineralischem Mulch empfehlen wir das Schnittgut abzuräumen, weil sich sonst die Pflanzung mit Nährstoffen anreichert und ihren steppenartigen Charakter verliert.

In einzelnen Mischungen kann ein Rückschnitt einzelner Arten sinnvoll sein, um eine zu starke Versamung zu verhindern.

4. Düngung


Stauden sind genügsam und wachsen auch in mässig nährstoffreichen Böden. Gedüngt wird deshalb nur bei sehr nährstoffarmen Böden und Mangelsymptomen.

Dünger kann im April / Mai ausgebracht werden. Hier gilt die Regel: weniger ist mehr! Bei den Aufwandmengen immer an der unteren Grenze der Herstellerempfehlung bleiben, dabei das Pflanzenwachstum beobachten und nur bedarfsgerecht düngen.

Auf reinen Schottersubstraten kann im Frühjahr eine Stickstoffgabe notwendig werden, hier eignet sich ein stickstoffbetonter Langzeitdünger mit 5-10 g / m2. Insbesondere viele Zwiebel- und Knollenpflanzen, vor allem Tulpenarten, sind auf sehr schotterreichen Substraten ohne zusätzliche Düngung nicht dauerhaft. Sie sollten während des Austriebs mit einem Mehrnährstoffdünger mit langsam wirkender N-Phase gedüngt werden.

5. Allgemeines

  • Stauden werden nicht gestäbt oder aufgebunden.

  • Winterschutz nicht erforderlich, da die Stauden winterhart sind.

  • Nachmulchen: meistens nicht erforderlich, da die Pflanzung in der Regel geschlossen ist, also den Boden bedeckt.